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   7) In den vergangenen Jahren wurde der Fremdenverkehr in Preetz gegen die Wand gefahren. 
       Wie wichtig ist der Tourismus für Preetz? Wie könnte er wiederbelebt werden?   


JAN BIRK antwortet:

Der Tourismus ist in Preetz nicht gerade das zentrale Thema. In Dammdorf und Schellhorn gibt es Hotels, bei uns trotz Bemühungen nicht. Der Campingplatz hingegen entwickelt sich prächtig. Setzen wir also weiter auf die Entwicklung der Erholungsmöglichkeiten in Natur und Landschaft (Paddeln, Radfahren, Reiten, Wandern) und eine entsprechende Marketingstrategie. Als Mitglied der Schusteracht (Rad- und Reitwege) und des Bürgernetzwerks (Rad- und Wanderwege) bin ich seit Jahren dabei.


BJÖRN DEMMIN antwortet:

Preetz bietet eine einzigartige Kombination aus schöner Natur, verkehrsgünstiger Lage und reichem kulturellen Leben. Wünschenswert wären sicher mehr Übernachtungsmöglichkeiten, um die Gäste nach Radtouren, Wasserwandern oder einem Klosterbesuch länger bei uns zu halten.

Den Tourismus in Preetz anzukurbeln, ist ohne Frage eine große Herausforderung. Preetz als „Tor zur Holsteinischen Schweiz“ zu bezeichnen, ist schon einmal eine gute Marke. Bei der Weiterentwicklung des Tourismus ist mir wichtig, dass Preetz keine „Insellösung“ sucht, sondern gemeinsam mit dem attraktiven Umland agiert. Deshalb werde ich viele Gespräche mit den umliegenden Gemeinden führen.


Dr. MATTHIAS DIEHL antwortet:

Ich würde nicht sagen, dass der Fremdenverkehr gegen die Wand gefahren wurde. Das Reiseverhalten hat sich gewaltig geändert. Wenn man für 50,- Euro nach Nizza oder Mallorca fliegen kann, ist Preetz nicht mehr erste Wahl. Solche globalen Trends kann Preetz nicht ändern. Mit Gewalt und Millioneninvestitionen dagegen anzugehen, wird scheitern.

Die besten Angebote kommen von privaten Anbietern: Rüdiger Laas bietet an seinem Campingplatz am Kirchsee mit dem Kanuverleih und der Gastronomie samt Biergarten ein tolles Angebot, das auch noch mehr Preetzer nutzen sollten.


MARTIN WOLF antwortet:

Den Ausgangsstandpunkt Ihrer Frage teile ich nicht. Preetz steht in Konkurrenz zu den unmittelbar an der Küste befindlichen Ferienorten und Städten wie Eutin und Plön, die über Schlösser und Prinzenhaus verfügen. Wir könnten uns allerdings wirklich mehr ins Spiel bringen als attraktiver Logis-Ort während der Kieler Woche und natürlich zur nächsten Olympiade. Bei Beantwortung dieser Frage komme ich auf meine Antwort zu Frage 4) zurück: Wir müssen Anreize auch für gastronomische Betriebe in Preetz schaffen und diesen keine Steine in den Weg legen.


THOMAS WULFF antwortet:

Ob und inwieweit der Tourismus „gegen die Wand gefahren wurde“, kann ich (noch) nicht beurteilen. Dass Tourismus die Stadt Preetz belebt und Arbeitspltze schafft, steht außer Frage. Insofern ist eine Weiterentwicklung zu unterstützen.

Die Einrichtung eines „Digitalen Schwarzen Brettes“, in dem aktuell alle Preetzer Veranstaltungen aufgeführt sind, könnte eine gute Informationsquelle nicht nur für die Preetzer und Bewohner der Umlandgemeinden, sondern eben auch für Besucher werden.